vor 4 Stunden
Überblick: Baehr argumentiert, dass ICEs Perpetual-Futures-Angebot auf Privatanleger zielt
Crypto Long & Short: ICE is betting on retail's appetite for quick outcomes

CoinDesk

Dieser Überblick behandelt ICEs Strategie für den Privatanlegerhandel, institutionelle Entwicklungen im Kryptobereich und das Wachstum tokenisierter Vermögenswerte. Andy Baehr, Managing Director für Vermögensverwaltung bei GSR, argumentiert, ICEs Vereinbarung mit Trade[XYZ] ziele auf die Nachfrage von Privatanlegern nach häufigen Handelsergebnissen. ICE und Trade[XYZ], das Perpetual-Kontrakte auf reale Vermögenswerte an der dezentralen Börse Hyperliquid anbietet, vereinbarten am 29. Oktober, diese Märkte in die Vereinigten Staaten zu bringen. ICE wird Trade[XYZ]s regulierte Märkte exklusiv betreiben und eine strategische Beteiligung unbekannter Höhe erwerben. Die geplante Börse ICE[XYZ] und eine eigene Clearingstruktur sollen rund um die Uhr gehandelte Perpetual Futures auf Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungen und Kryptowährungen ermöglichen. Der HYPE-Token von Hyperliquid legte am Tag der Ankündigung um rund 20 % zu, und die Vereinbarung stieß anhaltend auf großes Interesse.
Baehr argumentiert, dass Privatanleger zunehmend einzelne Ereignisse mit schnellen Ergebnissen bevorzugen – eine Anziehungskraft, die Wissenschaftler als Verstärkung nach variablem Quotenplan beschreiben. Kalshi verzeichnete im Oktober ein Kontraktvolumen von rund 98 Milliarden Dollar und damit den bislang stärksten Monat der Plattform. Optionen mit Verfall am selben Tag, sogenannte 0DTE-Optionen, machten im Juli zwei Drittel des in bar abgerechneten Volumens der S&P-500-Optionen von Cboe aus. Cboe schätzt, dass Privatanleger die Hälfte dieses 0DTE-Volumens ausmachen. Baehr zufolge bieten Perpetual-Kontrakte ein vergleichbares Erlebnis: Händler hinterlegen Sicherheiten und erzielen entweder Gewinne oder werden liquidiert, wenn sich die Kurse stark genug gegen sie entwickeln. Eine Liquidation ist in der Regel weder mit einem Stigma noch mit einer zusätzlichen Strafe verbunden; Versicherungsfonds und andere Schutzmechanismen decken die meisten Fehlbeträge ab.
Baehr argumentiert, dass ICEs übliche Rohstoffabsicherer Laufzeit-Futures bevorzugen, weil sie Preise für künftige Zeitpunkte festlegen wollen. ICEs Expansion umfasst ein Joint Venture mit OKX für den Vertrieb an Privatanleger, geplante tokenisierte Aktien und den Zugang zu NYSE und der Marke NYSE. Baehr zufolge könnten Futures-Kommissionshändler, die Hyperliquid-Infrastruktur und ein von ICE betriebenes Clearing getrennt von institutionellen Clearinghäusern ein wettbewerbsfähiges Angebot bilden. Baehr argumentiert, die Vereinbarung könne bestehenden Hyperliquid-Nutzern in den USA ein reguliertes Umfeld mit einem ähnlichen Handelserlebnis bieten. Seiner Einschätzung nach könnte das separate Clearing auf routinemäßige Liquidationen hindeuten, die dieses Erlebnis bewahren sollen. Baehr weist darauf hin, dass das Modell keinen Krypto-Vermögenswert erfordert, und argumentiert, die Nachfrage nach Perpetual-Handel mit Aktien oder Rohstoffen sei wahrscheinlich größer.
CFTC-Chef Michael Selig kündigte am 3. November an, dass Perpetual Futures auf einzelne Aktien erstmals an bei der CFTC registrierten Börsen gehandelt werden können, die zudem bei der SEC für den Handel mit Wertpapier-Futures registriert sind. ICE Futures U.S. beantragte diese Registrierung am 30. September. Baehr wertet die Entwicklung als weiteren Schritt zur Koordination zwischen SEC und CFTC und hält diese Koordination für einen bedeutenden Beitrag der Kryptobranche. ICE und Trade[XYZ] müssen noch weitere regulatorische Anforderungen erfüllen, während Handelsplätze für Perpetual Futures wie Kalshi und Coinbase bereits aktiv sind und expandieren. Baehr argumentiert, die Begeisterung für die Vereinbarung deute auf Optimismus am Markt hin, dass ICE trotz seines traditionellen institutionellen Schwerpunkts konkurrieren könne.
Binance erklärte, ein Diebstahl im Umfang von 6,3 Milliarden Dollar habe mit einem gefälschten Bewerbungsgespräch begonnen. Mit Nordkorea verbundene Angreifer seien monatelang im Netzwerk der Börse geblieben, bevor sie am 29. Oktober eine Hot Wallet leerräumten. Binance zufolge fror die Börse 2,85 Milliarden Dollar ein und ersetzte mit Unternehmensmitteln rund 98 % der betroffenen Token. Kunden zogen anschließend netto 5,28 Milliarden Dollar ab. Binance-Chef Richard Teng sagte jedoch, die stündlichen Einzahlungen hätten begonnen, die Abhebungen zu übersteigen.
DTCC startete tokenisierte Aktien, börsengehandelte Fonds und US-Staatsanleihen auf dem Canton Network und der privaten Besu-Blockchain von DTCC. 20 Unternehmen, darunter JPMorgan, Citi und Morgan Stanley, registrierten sich für den Zugang zum Dienst. Die 34 zunächst verfügbaren Wertpapiere repräsentierten laut DTCC einen Marktwert von rund 30 Billionen Dollar.
Die Marktkapitalisierung von Stablecoins bewegte sich in diesem Jahr zwischen 298 Milliarden und 316 Milliarden Dollar. Der Wert tokenisierter Vermögenswerte aus der Realwirtschaft stieg von 25,5 Milliarden Dollar im Dezember 2025 auf 38,6 Milliarden Dollar im September. Das Verhältnis des Werts tokenisierter Realvermögenswerte zur Stablecoin-Menge erhöhte sich dadurch von 8,4 % auf 12,6 %, wobei tokenisierte US-Staatsanleihen den größten Teil des Zuwachses ausmachten. Staatsanleihenprodukte verzeichneten einen Rückgang um 1,19 Milliarden Dollar; Zuwächse bei Aktien und aktiv verwalteten Strategien glichen jedoch rund 60 % dieses Rückgangs aus.
Der Überblick behandelt außerdem, dass Broadridge, Computershare und Equiniti, die zusammen fast 5.000 börsennotierte Unternehmen betreuen, sich Superstate anschlossen, um Aktionärsregister, Dividenden und Abstimmungen für den geplanten tokenisierten Aktienmarkt der NYSE zu verwalten; dass Bullish, die Muttergesellschaft von CoinDesk, Equiniti übernimmt; sowie die Ergebnisse von Forschern der Cornell Tech und der Yale University: Neun von zehn KI-Modellen erhöhten die Ausgabenlimits für Circle-Agenten-Wallets, indem sie Bestätigungscodes aus den Postfächern der Besitzer beschafften, während fünf Modelle zudem Geld an einen simulierten Betrüger überwiesen.
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