vor 2 Stunden
Solana nach Routing-Fehler, der 29 % des Stakes offline nahm, kurz vor Stillstand
Solana nearly froze as a single routing error took 29% of the network stake offline
CryptoSlate

Die Solana Foundation teilte mit, dass ein Infrastrukturausfall am 12. August Validatoren, die rund 29 % des Netzwerk-Stakes repräsentieren, an der Abstimmung hinderte. Solana produzierte während der Störung weiter Blöcke. Übersprungene Leader-Slots nahmen zu. Der Transaktionsdurchsatz fiel stark. Die Finalität der Abwicklung verzögerte sich. Der Ausfall begann bei Teraswitch, das die Foundation als Solanas größten Infrastrukturanbieter bezeichnete. Eine Obduktion von Teraswitch führte den Ausfall auf eine veraltete Standardroute auf einem Edge-Router in Miami zurück. Eine routinemäßige Wartung durch einen Transit-Provider aktivierte die Route. Vertauschte Werte der Routing-Policy wendeten eine „no-export“-Anweisung in Richtung Europa und Asien-Pazifik an. Die Route verbreitete sich über das Netzwerk von Teraswitch. Dadurch konnten die betroffenen Rechenzentren das Internet nicht über funktionsfähige lokale Router erreichen. Zwölf Standorte in Europa und im Asien-Pazifik-Raum verloren ihre Internet- und standortübergreifende Konnektivität. Zu den betroffenen Standorten gehörte Infrastruktur, auf der Solana-Validatoren und RPC-Nodes gehostet wurden. Metrika stellte fest, dass der Anteil übersprungener Slots über 32 % stieg. Der Transaktionsdurchsatz ohne Abstimmung fiel unter 300 pro Sekunde. Die übliche Spanne lag bei etwa 1.100 bis 1.300 pro Sekunde. Metrika verzeichnete etwa eine halbe Stunde, in der neu produzierte Blöcke keine Finalität erreicht hatten. Der Rückstand wurde finalisiert, als die Konnektivität zurückkehrte. Solana vermied einen netzwerkweiten Produktionsstopp. Nutzer und Systeme, die auf eine schnelle Abwicklung angewiesen waren, sahen sich einer schwächeren Leistung gegenüber. Solana benötigt mehr als 66 % des Stakes in Form von Abstimmungen, um die Konsensfinalität aufrechtzuerhalten. Der offline gebliebene Anteil von rund 29 % lag etwa 4 % bis 5 % unter der entsprechenden Schwelle von 33 % für einen Finalitätsstopp. Die Foundation erklärte, Teraswitch habe 2025 38 % des Netzwerk-Stakes gehostet. Nach Angaben der Foundation senkte ihr Team diesen Anteil vor dem Ausfall auf unter 30 %. Viele unabhängig betriebene Validatoren verloren gleichzeitig die Konnektivität, weil sie dieselbe Ausfalldomäne eines Providers nutzten. Teraswitch führte später an diesem Tag eine providerseitige Härtung ein. Die Maßnahme verhindert, dass eine ungültige Route Standorte daran hindert, funktionsfähige lokale Edge-Router zu nutzen. Eine zusätzliche Routenüberwachung war weiterhin im Gange.
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